Im gestrigen Ausschuss Zukunft der Schulen wurden zahlreiche Varianten zur zukünftigen Schulentwicklung in Meerbusch vorgestellt und intensiv diskutiert. Eine abschließende Entscheidung konnte noch nicht getroffen werden – wohl aber ein wichtiger Zwischenschritt: Auf Initiative der Grünen wird es bereits im Mai eine weitere Sitzung geben, um die offenen Fragen zeitnah zu klären.
Im Mittelpunkt der aktuellen Planungen steht das Städtisches Meerbusch-Gymnasium (SMG). Derzeit läuft es darauf hinaus, dass das SMG an seinem bestehenden Standort neu gebaut wird.
Parallel dazu ist vorgesehen, dass die Maria-Montessori-Schule übergangsweise an diesen Standort zieht. Für einen Zeitraum von etwa vier bis fünf Jahren könnte dort der Schulbetrieb stattfinden. Perspektivisch wird zudem geprüft, ob die Montessori-Schule einen eigenen Neubau erhält. Nach dessen Fertigstellung würde die Schule wieder von Strümp nach Büderich zurückkehren. Im Anschluss würde dann das SMG in die neu geschaffenen Räumlichkeiten einziehen, während das alte Gebäude abgerissen und die Fläche möglicherweise als Bauland entwickelt wird.
Unabhängig davon gilt für das Mataré-Gymnasium: Das Gymnasium bleibt an seinem Standort, wird vollständig entkernt, umfassend saniert und voraussichtlich durch einen Anbau erweitert.
Allerdings bestehen weiterhin wesentliche Unsicherheiten. Insbesondere fehlen bislang belastbare Untersuchungen zur baulichen Substanz und zu möglichen Sanierungsoptionen der Montessori-Schule. Auch alternative Bauformen – etwa Cluster-Schulen in modularer Bauweise – wurden von den Grünen in die Diskussion eingebracht. Diese könnten Vorteile bei Bauzeit und Kosten bieten, sollen aber zunächst weiter geprüft werden.
Dazu erklärt Chris Weigele:
„Wir begrüßen, dass verschiedene Varianten jetzt konkret auf dem Tisch liegen und weiterverfolgt werden. Gleichzeitig fehlen uns aktuell noch zentrale Informationen, um eine fundierte Entscheidung treffen zu können.“
Für die Grünen bleibt entscheidend, dass die Interessen der Schülerinnen und Schüler im Mittelpunkt stehen. Die vorgezogene Sitzung im Mai ist daher ein wichtiges Signal: Das Thema bleibt auf der Agenda und wird mit der nötigen Priorität weiterverfolgt.