Grünen-Fraktion fordert mehr Sicherheit auf Schul- und Radwegen in Meerbusch

Die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN setzt sich mit einem Prüfantrag im Ausschuss für Klima, Umwelt und Bauen für mehr Sicherheit auf wichtigen Radrouten in Meerbusch ein. Im Fokus stehen dabei insbesondere Strecken, die auch von zahlreichen Schülerinnen und Schülern auf ihrem Schulweg genutzt werden.

Im Juni und Juli 2026 haben Mitglieder der Grünen-Fraktion Fahrradrouten in Osterath, Strümp, Büderich und Lank überprüft. Dabei wurden bestehende innerörtliche Radwege und Routen untersucht und wesentliche Schwachpunkte erfasst. Das Ergebnis: Meerbusch verfügt zwar über ein insgesamt gut nutzbares Radwegenetz, an verschiedenen Stellen bestehen jedoch Mängel und Gefahrenstellen. Nach Einschätzung der Fraktion können viele davon mit einfachen und finanzierbaren Maßnahmen behoben werden.

„Viele dieser Gefahrenstellen lassen sich durch einfache und finanzierbare Maßnahmen entschärfen. Mit gut sichtbaren Markierungen und einfachen baulichen Maßnahmen ließen sich kurzfristig spürbare Verbesserungen erzielen“, betonen Dr. Karen Schomberg und Dr. Bernhard Roth-Harting im Namen der Grünen-Fraktion.

Bei ihrem Radwegecheck achteten die Grünen unter anderem auf die Markierung von Furten, stark frequentierten Ausfahrten und Übergängen, die Trennung von Rad- und Fußverkehr, die Kennzeichnung von Fahrradstraßen, den Zustand der Wege sowie eine auch für Ortsfremde verständliche Ausschilderung. Zusätzlich wurden erkennbare Gefahrenstellen mit Unfallpotenzial betrachtet. Dabei wurde nicht nur die Perspektive der Radfahrenden, sondern auch die von Zufußgehenden und des Autoverkehrs einbezogen.

Konkrete Schwachstellen in allen vier Stadtteilen

Die Überprüfung zeigt sehr unterschiedliche Probleme. In Osterath wurden beispielsweise fehlende oder erneuerungsbedürftige Markierungen sowie Engstellen festgestellt. Auf der Strümper Straße teilen sich zwischen „Am Sportplatz“ und der Zufahrt zur Therapieklinik Fußgänger und Zweirichtungsradverkehr einen nach Einschätzung der Fraktion zu schmalen Weg mit vielen Ausfahrten. Die Strecke wird auch von vielen Schulkindern mit Fahrrädern und Rollern genutzt.

In Strümp sieht die Fraktion unter anderem am Kreisverkehr auf der L 154 Handlungsbedarf. Morgens erreichen dort viele Schülerinnen und Schüler aus Richtung Osterath mit dem Rad oder Roller den Kreisverkehr auf dem Weg zum Städtischen Meerbusch Gymnasium. Die Grünen bewerten den Kreisverkehr trotz der beobachteten Rücksichtnahme zwischen Auto- und Radverkehr weiterhin als Gefahrenstelle und halten Lösungen für erforderlich, die den Schulverkehr sicherer machen.

Auch in Büderich wurden mehrere Problemstellen erfasst. Dazu gehören fehlende Markierungen an Furten und Einmündungen sowie unklare oder problematische Radverkehrsführungen. Auf wichtigen Schulwegrouten sieht die Fraktion unter anderem an der Necklenbroicher Straße und am Hohegrabenweg Verbesserungsbedarf. Auch die Kennzeichnung der Fahrradstraße zum Mataré-Gymnasium wird als nicht ausreichend bewertet.

Für Lank dokumentiert der Radwegecheck unter anderem entlang der Uerdinger Straße zu enge Abschnitte, fehlende oder unzureichende Markierungen und verschiedene Konflikt- und Gefahrenstellen an Kreuzungen, Kreisverkehren und Haltestellen. Die Fraktion kommt zu dem Ergebnis, dass sich die Uerdinger Straße nicht als Fahrrad-Hauptstrecke eignet und schlägt vor, alternative Strecken zu prüfen und entsprechend auszuschildern und zu markieren.

Verwaltung soll Maßnahmen priorisieren

Mit ihrem Prüfantrag bitten die Grünen die Stadtverwaltung nun zu untersuchen, welche der festgestellten Mängel möglichst kurzfristig behoben werden können. Genannt werden insbesondere verbesserte Markierungen und Beschilderungen, eine deutlichere Trennung von Rad- und Fußverkehr sowie die Instandsetzung schadhafter Wegstrecken. Außerdem soll geprüft werden, welche Handlungsmöglichkeiten bestehen, um Gefahrenstellen mit erheblichem Unfallpotenzial zu entschärfen.

Nach Möglichkeit sollen dabei nicht ausschließlich einzelne Problemstellen betrachtet, sondern ausgewählte Radrouten in ihrer Gesamtheit angegangen und verbessert werden.

Die Verwaltung wird außerdem gebeten, die erforderlichen Maßnahmen zu priorisieren, einen Zeitplan für die Beseitigung der Mängel zu erstellen und den Finanzbedarf darzustellen. Sollten die bislang im Haushalt vorgesehenen Mittel für Markierungsarbeiten und Instandsetzungen nicht ausreichen, soll aufgezeigt werden, welche zusätzlichen Finanzmittel erforderlich wären und in welchen Haushaltstiteln sie veranschlagt werden müssten.

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