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29. Jan 2008

Antrag Bau- und Umweltausschuss: Parkraumbewirtschaftung

Der Bau- und Umwelt­aus­schuss möge beschließen:

Die Ver­wal­tung wird beauf­tragt, bal­digst ein Umset­zungs­kon­zept zur Park­raum­be­wirt­schaf­tung für alle städ­ti­schen Park­plätze ab 20 Stell­plät­zen mit einem Stun­den­satz von 50 Cent und die hier­aus ent­ste­hende Ein­nah­me­ver­bes­se­rung zu ermitteln.

Der Bau- und Umwelt­aus­schuss beschließt die Umset­zung eines Park­raum­be­wirt­schaf­tungs­kon­zep­tes mit dem Ziel, die Kos­ten für den städ­ti­schen Park­raum und antei­lige Kos­ten für Ver­kehrs­in­fra­struk­tur in der Stadt Meer­busch zu erwirtschaften.

Begrün­dung:
Bünd­nis 90/DIE GRÜNEN Meer­busch haben in einer Berech­nung im Rah­men der Haus­halts­be­ra­tun­gen 2007 bereits aus­führ­lich dar­ge­legt, dass eine Park­raum­be­wirt­schaf­tung den städ­ti­schen Haus­halt nach­hal­tig ent­las­ten wird. Dies ist aus unse­rer Sicht keine Abzo­cke, son­dern eine ange­mes­sene Betei­li­gung des Kfz-Verkehrs an den hohen finan­zi­el­len Las­ten der gesamt­ver­kehr­li­chen Erschlie­ßung. Die Ermitt­lun­gen der jähr­li­chen Kos­ten durch die Ver­wal­tung, am Bei­spiel von 6 Park­plät­zen, haben ver­deut­licht, dass nen­nens­werte Sum­men aus dem Haus­halt der Stadt Meer­busch zur Siche­rung des Stell­platz­an­ge­bo­tes auf­ge­bracht wer­den müssen.

Diese Auf­wen­dun­gen belas­ten alle Steu­er­zah­le­rIn­nen der Stadt Meer­busch, unab­hän­gig davon, ob sie kein oder vier Autos besit­zen. Das ist nicht gerecht.

Es ist zu erwar­ten, dass die neuen Berech­nungs­grund­la­gen für Abwas­ser zusätz­li­che deut­li­che Belas­tun­gen zur Folge haben werden.

Unstrit­tig ist zudem, dass wir u.a. mit der ökolo­gisch bedenk­li­chen Prio­ri­sie­rung des Indi­vi­du­al­ver­kehrs Ver­hal­tens­wei­sen pro­vo­zie­ren, die einen mas­si­ven Scha­den in der Kli­ma­ent­wick­lung zur Folge haben. Für Bünd­nis 90/DIE GRÜNEN ist nach­voll­zieh­bar, dass der Indi­vi­du­al­ver­kehr in Meer­busch die wesent­li­che Grund­lage für Mobi­li­tät bie­tet, da bedingt durch die räum­li­chen Struk­tu­ren eines länd­li­chen Raums wenig finan­zi­ell ver­tret­bare Alter­na­ti­ven beste­hen. Wir hal­ten aber einen kon­se­quen­te­ren Mix aller Ver­kehrs­mit­tel für unab­ding­bar. Ins­be­son­dere soll­ten die orts­in­ter­nen Ver­kehre in den ein­zel­nen Stadt­tei­len opti­mal ver­teilt wer­den. Inso­fern kommt einer Park­raum­be­wirt­schaf­tung eine ver­kehr­li­che und ökolo­gi­sche Steue­rungs­funk­tion zu. Selbst wenige Meter zu Fuß oder per Rad sind für viele Men­schen schein­bar nicht mehr zumutbar.

Wir erwar­ten von einem Park­raum­be­wirt­schaf­tungs­kon­zept
1. eine gerech­tere Betei­li­gung der Nut­zer des Indi­vi­du­al­ver­kehrs an den Kos­ten
2. finan­zi­elle Ent­las­tung für die Stadt Meer­busch
3. finan­zi­elle Ver­bes­se­rung für wich­tige Poli­tik­fel­der ins­be­son­dere Kin­der, Jugend, Schule
4. eine ökolo­gi­sche Steuerung

Verfasst am 29.01.2008 um 11:35 Uhr mit den Stichworten , , .